Minzen (Mentha)

Eine Minze war bisher immer ein Bestandteil meines Kräuterngartens

Dieses Jahr bin ich auf die Suche gegangen, welche Minzen es gibt. Das es verschiedene Sorten gibt, wusste ich bereits. Zu meiner Pfefferminze hatte sich bereits eine Ananas- und eine Erdbeerminze gesellt. Doch, dass es rund 30 Arten und viele weitere Varietäten gibt, wusste ich bis dieses Jahr zu mindest noch nicht.

Zugeben, bisher hatte ich mich mit dem Thema auch noch nicht so intensiv auseinander gesetzt, wie in 2017. 

Alles fing mit einer Pfefferminze an

Vor vielen, vielen Jahren hatte ich bei einem Spaziergang eine Bachminze (Mentha aquatica), sie wird auch Wasserminze genannt, mit nach Hause genommen. Wasserminzen kommen fast überall wo es Wasser gibt, also an Bächen, Fluß- und Seeufern. Diese Minze habe ich in unseren Balkonkasten gesetzt. Nach kürzester zeit hatte diese Minze den riesigen Kasten mit ihren unterirdischen Trieben durchwuchert. Diese Matte hatte eine Dicke zwischen 10 bis 15 cm und hatte fast alle anderen Pflanzen verdrängt. Das war mein erster Kontakt mit dieser Pflanzengattung. Damals durfte ich mir als Kind schon etwas anhören, dass ein solches Mitbringsel, bitte nicht mehr eingepflanzt werden soll.

 

25 Jahre später auf meiner eigenen Terrasse

Und jetzt?

Jetzt, circa 25 Jahre später, habe ich über 30 verschiedene Minzsorten- bzw. arten, die fröhlich in Ihren Kübeln wachsen und ihren Duft verströmen.

 

Minzen:

Genau um diese Minzen soll es hier gehen. Welche genau es sind, liste ich Euch kurz hier auf.

  1. Pfefferminze (Mentha × piperita)
  2. Wasserminze (Mentha aquatica)
  3. Rossminze (Mentha longifolia) aus Tirol
  4. Rossminze (Mentha longifolia) aus dem Allgäu
  5. Bayerische Pfefferminze ‚Proserpina‘
  6. Griechische Minze ‚Dionysos‘
  7. Thüringer Pfefferminze ‚Multimentha‘
  8. Türkische Minze ‚Susa‘
  9. Weinminze (Mentha sp. „Nepetoides“)
  10. Algerische Fruchtminze
  11. Cassis-Minze (Mentha species ‚Cassis‘)
  12. Lavendel-Minze (Mentha species ‚Lavendel‘)
  13. Verveine-Minze (Mentha species ‚Verveine‘)
  14. Proserpina-Minze (Mentha x piperita var. piperita ‚Proserpina‘)
  15. Raripila-Minze (Mentha x smithiana ‚Rubra‘)
  16. Bananen-Minze (Mentha arvensis ‚Banana‘)
  17. Chutney-Minze (Mentha species ‚Chutney‘)
  18. Süße Limonen-Minze (Mentha species ‚Hillary’s Sweet Lemon‘)
  19. Feigen-Minze (Mentha species ‚Tomentosa‘)
  20. Dunkle Spearmint (Mentha spicata ‚Black Spearmint‘)
  21. Orangenminze (Mentha piperita v. citrata)
  22. Grapefruitminze mit Fruchtaromen (Mentha suaveolens x piperita)
  23. Grapefruitminue ohne Fruchtaromen (Mentha suaveolens x piperita)
  24. Ananasminze (Mentha suaveolens ‚Variegata‘)
  25. Erdbeerminze (Mentha species)
  26. Hugominze (Mentha spicata)
  27. After-Eight-Minze (Mentha piperita)
  28. Schokoladenminze (Mentha x piperita var. piperita „Chocolate“)
  29. Marokkanische Minze (Mentha spicata v. crispa)
  30. Apfelminze (Mentha × villosa)
  31. Mojito-Minze (Mentha species ‚Nemorosa‘)
  32. Schweizer-Minze

und es werden definitiv weitere folgen.

 

Bergminzen:

Diese „Minzen“ zählen nicht direkt zur Gattung Mentha. Es gibt mehrere Gattungen die als Bergminze bezeichnet werden. Folgende wachsen bei mir.

  1. Amerikanische Bergminze (Pycnanthemum pilosum)
  2. Cherokee Bergminze (Pycnanthemum muticum)
  3. Großblütige Bergminze (Clinopodium grandiflorum)

 

Melissen:

Wenn ich also schon die Bergminzen hier anbringe, dann dürften die Melissen nicht unterschlagen werden. Schaut man bei den Lippenblütlern (Lamiaceae) vorbei stellt man fest, dass die Unterfamilie Nepetoideae praktisch unsere gesamten Küchenkräuter enthält. Wer hätte also gedacht, dass all die hier genannten intensiv fruchtigen Minzen und Melissen, nichts anderes als unmittelbare Geschwister von Basilikum, Salbei, Lavendel und Rosmarin sind. Welches alles Pflanzens sind, die gänzlich andere Aromaten besitzen. Versteht Ihr nun warum ich so fasziniert bin?

Aktuell habe ich folgende Melissen bei mir wachsen.

  1. Zitronenmelisse (Melissa officinalis)
  2. Mandarinenmelisse (Melissa officinalis ssp. altissima)

 

Wozu habe ich diese Minzen?

Wie gesagt habe ich ein Interesse entwickelt und mein Forscherdrang gepaart mit einer gewissen Neugierde hat von dem einem zum anderen geführt.

Ausserdem genieße ich mittlerweile doch gerne auch einmal einen Minztee von meinen eigenen Minzen. Dabei ist es wunderbar, wenn man herausschmeckt, dass auch bei dieser Verwendung die Minzen ihre individuellen Vorzüge ausspielen. Mal mild, mal schwer Menthollastig oder auch komplett anders als erwartet.

 

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